
Ich weiß nicht, wie es euch geht. Als mitunter die lustigsten Filme offenbaren sich diese, von denen man vorher noch nie etwas gehört hat, über die man sich noch keine Meinung aus Vorschauen oder aus zahlreichen Kritiken bilden konnte, in die man unvermittelt hineingestolpert ist.
So erging es mir in diesen Tagen wieder, als ich den Hinweis auf den im Anschluss folgenden Film “Dick” gesehen habe. Auf dem Bild zum Filmhinweis nur Kirsten Dunst und ein leicht pummeliges, bebrilltes Frollein vor einem anziehenden Orange der 60er Jahre. Hm. Ich habe ein Faible für Kirsten Dunst, das gebe ich zu. Von diesem knallbunten Film gehört hatte ich bisher noch nicht. Warum also nicht mal reinschauen.
Was dann folgte waren 94 Minuten voller Spaß. Kirsten Dunst spielt die smarte Betsy; das pummelig anmutende, bebrillte Frollein (Arlene) wird gespielt von einer absolut bezaubernden Michelle Williams, die ab demnächst als Marilyn Monroe zu bewundern sein wird.
Betsy und Arlene besuchen 1974 die High School; bei einem Klassenausflug ins Weiße Haus geraten sie an Präsident Richard Nixon (Dick). Nicht nur, dass sie nach einigen Turbulenzen zu den offiziellen Gassi-Geherinnen des präsidialen Hundes Checker berufen werden; sie beraten Präsent Nixon auch als offiziell inoffizielle Jugendberaterinnen in Fragen des Vietnamkrieges, dem Naschen mit leichten Konsequenzen, retten dadurch die Welt vor einer atomaren Katastrophe und bringen “Dick” sogar das Zeichen bei, welches ihn weltberühmt machen sollte. Zu der Affäre um den Watergate Skandal sind beide nun hin und her gerissen zwischen ihrer Zuneigung für Dick und der Verpflichtung darüber die Wahrheit ans Licht zu bringen und verantworten schlussendlich durch ihr Zutun seinen Rücktritt.
Natürlich dürfen die Journalisten Carl Bernstein und Bob Woodward in diesem fiktiven Zeitstrang nicht fehlen; selbstredend stark persifliert, aber nicht weniger lustig dargestellt. (Wer nicht zu sehr gespoilert werden möchte, überspringt den Trailer besser…)
Eine wirklich kurzweilige, bunte und sehr lustige Geschichte darüber, wer und was eventuell hinter Deep Throat gesteckt haben könnte.
Perfekt für einen DVD-Abend mit den Mädels!
